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Kronen Zeitung

vor 9 Stunden
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„EINE EHRE“

Kurios: FIFA-Präsident jetzt Libanon-Staatsbürger

krone Sport

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist dank einer Ausnahmeregel nun offiziell auch Staatsbürger des Libanon. „Es war mir eine Ehre, in Beirut zu sein, um meinen libanesischen Pass vom Ministerium für Inneres und Stadtverwaltungen entgegenzunehmen“, schrieb der 55-jährige Schweizer Fußballfunktionär in der Nacht auf Dienstag auf seinem Instagram-Account.


Betitelt war sein Post mit der Überschrift: „STOLZ, LIBANESE ZU SEIN – OFFIZIELL!“ Er ist mit einer Libanesin verheiratet.

Dazu veröffentlichte Infantino einen Videoclip, in dem er – auf Englisch – seine Liebe zu dem arabischen Mittelmeerstaat erklärt, sich Fingerabdrücke für den Pass nehmen lässt und diesen strahlend vorzeigt. Unter dem Beitrag heißt es: „Ich liebe Libanon und fühle mich in diesem wunderschönen Land zu Hause!“ Infantino wurde als Sohn italienischer Einwanderer in der Schweiz geboren. Der Präsident des libanesischen Fußballverbands, Haschem Haida, hatte ihm bereits vor Monaten zur Verleihung der Staatsbürgerschaft durch Staatspräsident Joseph Aoun gratuliert. Aoun hatte Infantino aufgefordert, die notwendigen Schritte für eine Einbürgerung zu vollziehen.

Ausnahme für den FIFA-Präsidenten
Normalerweise können libanesische Frauen nach libanesischem Recht ihre Staatsbürgerschaft nicht an ihre ausländischen Ehemänner und Kinder weitergeben. Aber Aoun machte für Infantino eine Ausnahme und gewährte ihm und seinen Familienmitgliedern die Staatsbürgerschaft. Libanesische Männer, die mit ausländischen Frauen verheiratet sind, geben ihre Staatsangehörigkeit automatisch an ihre Kinder weiter, während ihre Ehefrauen erst nach einer bestimmten Zeit der Ehe Anspruch auf die Staatsbürgerschaft haben.

Im November hatte Infantino auf die Frage, wie die FIFA dem von Krieg und Krisen gebeutelten Land helfen könne, geantwortet, man prüfe den Bau eines modernen Fußballstadions für 20.000 oder 30.000 Zuschauer, in dem die Nationalmannschaft Länderspiele austragen könne. Die Menschen im Libanon verdienten das.


Mehr zu diesem Beitrag gibt es auch auf krone.at

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